Tag10+11 24/25.04.2025 Der vorletzte Tag und nun treten wir schon wieder die Heimreise an
„Huch ging das schnell“, wunderten sich die Spartaner, als sie am vorletzten Tag aus ihren Träumen erwachten. Zügig machten wir uns auf den Weg zum Frühstück, um dieses nochmals ausgiebig zu genießen. Nach unserer Stärkung, größtenteils bestehend aus Omelettes, Pancakes und Waffeln, machten wir uns auf zum vorletzten Training. Behutsam setzten wir den einen Fuß vor den anderen, um unsere Beine nicht zu sehr zu belasten, denn heute war mal wieder Testtag - juhu! Für uns war es Zeit für den legendären Beine-Test, den wir bereits am Anfang des Trainingslagers absolviert haben.
Fast alle konnten ihre Zeit deutlich verbessern, was unsere Trainier sehr glücklich stimmte. Nach dem Beine-Test sprangen wir kurz in den Eispool bevor wir zum lockerschwimmen verdonnert wurden. Während der Großteil sich zum dehnen und nachbereiten ein schattiges Plätzchen suchte, wiederholten die Sprinter ihre neue Lieblingsserie. Obwohl wir schon viele Meter und vor allem viele harte Meter hinter uns hatten, waren die Zeiten und die Art, wie wir die Sprints absolvierten, sehr gut. Mit grummelnden Mägen machten wir uns auf zum letzten Mittagessen. An der Art, wie wir unseren Nachmittag verbrachten, wurde deutlich, dass Benni sein Ziel erreicht hatte: 22 müde und kaputte Schwimmer, die an den Betten festzukleben schienen, nur ein paar wenige gingen auf Shopping-Tour und fanden in den Souvenirshops Armbänder, Ketten, Schlüsselanhänger und vieles weitere. Zusätzlich wurden wir von der Spannung, den Trainingsplan zu erfahren (normalerweise schickte Benni ihn uns schon am Tag davor zu, aber vorenthielt uns ausgerechnet den letzten) gequält. Stehvermögen? 3000-Kraul Test? Oder doch was anderes? Während wir innerlich auf Spiele hofften, wussten wir jedoch, dass uns etwas ernstes erwartet.
Der Trainingsplan stellte sich als ganz „cool“ heraus, als unser letztes Training immer aus 12x100m in normalem Tempo und dann einem 100er in maximalem Tempo bestand. Die Spartaner waren fit und lieferten sehr gute Zeiten ab. Zur Krönung gab es noch 4x50m „all out“ bevor unser letztes Training in Ägypten vorbei war.
Nach dem Abendessen versuchten wir einen Spagat aus „den letzten Abend maximal genießen“ und „wir müssen leider unsere Koffer packen“. So warfen wir alle unsere Sachen in Rekordtempo in den Koffer, bevor noch der ein oder andere Drink auf der Rooftopbar getrunken wurde (natürlich alkoholfrei) oder die Zeit bei gemeinsamen Aktivitäten vorüberging.
Ehe wir uns versahen war es schon spät und dazu kam auch noch die Zeitumstellung von 0:00 auf 1:00 Uhr, was unsere Zeit im Bett verkürzte. Ein paar Stunden später klingelte schon wieder unser Wecker und ließ uns eine letztes mal in Ägypten erwachen. Heute tankten wir vor allem nochmals Waffeln und Pancakes mit Schokosoße (gesundes Essen gibt es ja auch zuhause), bevor wir die letzten Sachen in unsere Koffer packten. Mit unserem Gepäck im Schlepptau brachten unsere Beine in die Lobby, bevor wir in einen erstaunlich modernen und neuen Bus stiegen, der uns zum nahegelegenen Flughafen brachte. Dort wurden wir von sehr strengen Security-Checks empfangen: Zunächst unsere Koffer und Taschen, bevor wir nach der Gepäckaufgabe nochmals gründlich durchgecheckt wurden, Schuhe ausziehen mussten und weil einige von uns sehr verdächtig aussahen, durften die entweder zur Drogen-Kontrolle oder einem anderen Sondercheck. Nachdem wir das jedoch alle überstanden haben, machten wir uns auf zum Gate, wo wir noch mehr als genug Zeit hatten. Genug Zeit für einen kleinen Zwischensnack oder um den Armbandstand zu besuchen. Dank Nick‘s Verhandlungsgeschick gab es für Familie Löwenstein zwei Armbänder für den Preis von einem ;-) Nach schnellem Boarding ließen wir uns ein bisschen Zeit und fuhren ganz gemächlich zur Startbahn. Vom Boden abgehoben stand uns ein vierstündiger Flug bevor, beim dem den Spartanern anzusehen war, dass sie ein 11 tägiges, wunderschönes, anstrengendes, abwechslungsreiches und cooles, spaßiges und sonniges Trainingslager hinter sich haben. „Mal sehen, ob man uns so gut gebräunt überhaupt noch wieder erkennen wird“, wurde geschmunzelt.
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In diesem Sinne, ein großes Dankeschön an Benni und Arlette, die viel Geduld und Hingabe mitbrachten, für die gesamte Organisation und die gute Wahl des Reisezieles. An alle, die im Hintergrund mitgeholfen haben, dieses Trainingslager zu ermöglichen, allen Helfern bei Aktionen um das Trainingslager mitzufinanzieren, allen Spendern und Eltern, die uns diese schönen Erlebnisse und wichtige Trainings im Hinblick auf die kommenden Wettkämpfe möglich gemacht haben.
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Tag9 23.04.2025 Wieder ein Geburtstag und der heißeste Tag
Wir wünschen Dir alles Gute und Liebe zum 32. Geburtstag.
Heute kamen wir erneut in den Genuss, nicht vom Wecker geweckt werden zu müssen. Nachdem wir uns von unserem Bett verabschiedet haben (es dauerte sehr lange) machten wir uns auf zum Frühstück. Bereits auf dem Weg bekamen wir viel Hitze zu spüren, der Wetterbericht bewahrheitete sich also. „Es dürfte heute der heißeste Tag werden“, stellten wir schwitzend fest. In dem gekühlten Frühstücksraum trafen wir das Geburtstagskind des heutigen Tages: der Trainier höchstpersönlich. Nachdem wir ihm gratuliert und ausgiebig gefrühstückt haben trugen uns unsere Beine zurück auf unsere Zimmer, jedoch machten Jannis, Colin und Jonna einen kleinen Abstecher zu Aike und Merle, die heute vom PSWD (Persönlicher Weckdienst) gebrauch machen mussten. Die zwei Langschläfer beeilten sich, um noch genug zu frühstücken, bevor es gegen 10:30 Uhr zum Training ging. Heute morgen stand die letzte harte Ausdauerserie des Trainingslagers an und um Benni an seinem Geburtstag eine Freude zu bereiten, strengten wir uns ganz besonders an ;-)
Während dem Training in heißester Mittagssonne, bei dem wir glücklicherweise wieder all unsere gesund gewordenen Patienten begrüßen durften, versorgte uns Arlette durchgehend mit Wasser aus dem Eisbecken, damit wir einen kühlen Kopf bewahren konnten. Die kurze Abkühlung während unseren minimalistischen Pausen tat wirklich gut. Mit zusätzlichen 6,4km auf den Knochen machten wir uns auf zum Mittagessen, welches die meisten im orientalischen Restaurant genossen. Gut gestärkt für unsere Pause trabten wir zurück zu unseren Zimmern und genossen unsere freie Zeit. Für die Sprinter war diese jedoch sehr begrenzt, als sie sich heute schon um 16:30 zum Krafttraining trafen.
Ich durfte heute mich den üblichen vier wieder anschließen. Nach dem Krafttraining und einigen Lauf-Sprints starteten wir mit einem kurzen Einschwimmen, bevor wir unsere Sprint-Serie von gestern wiederholten. Alle performten sehr gut und wir unterboten nicht nur größtenteils die Zeiten von gestern, sondern konnten auch das gelernte zur Renneinteilung direkt umsetzten. Während für David, Nick und Jana das Training schon vorbei war, durfte ich mich den anderen anschließen, die nach ihrem Einschwimmen eine harte Serie in der jeweiligen Hauptlage vor sich hatten. Die machte unter dem schwarzen Nachthimmel ganz besonders viel Spaß und auch Nina schloss sich uns bei dem zweiten Durchgang an. Nachdem wir es nochmal richtig „krachen“ gelassen haben, beeilten wir uns, um pünktlich beim Essen zu sein. Arlette‘s Anweisung „Ihr könnt ruhig schonmal loslegen“ per WhatsApp wurde nicht Folge geleistet und wir empfingen Benni mit einem Geburtstagsständchen, der vor Peinlichkeit am liebsten im Erdboden versunken wäre. Immerhin hatte Arlette schon keine singenden Mitarbeiter bestellt, da konnten wir ihn nicht ganz ohne davon kommen lassen.
Auf einen leckeren Kuchen nach dem Abendessen durften wir uns jedoch freuen. Da es unser vorletzter Abend war, genossen wir ihn in vollen Zügen und verbrachten die Zeit mit gemeinsamen Kartenspielen oder einem Besuch im Souvenir-Shop. Da vergaß auch der ein oder andere, dass morgen ein erneuter Beine-Test ansteht, was auch durchaus ruhigeren Schlaf fördern kann. Also ein vorletztes Mal „Gute Nacht“ in Ägypten, Licht aus und Äuglein zu.
Tag8 22.4.2025 Volljährig
Wir wünschen Dir alles Gute und Liebe zum 18. Geburtstag.
Heute war Ausschlafen angesagt - juhu! Zwischen 8:00 und 10:00 Uhr genossen die meisten Spartaner (nachdem drei leider krankheitsbedingt nicht ganz fit waren) ausgiebig ihr Frühstück. Kleines Milchreis Update: von sehr gut leider noch einiges entfernt, aber doch der bisher beste Milchreis, was Till und Divid sehr freute. Einige Omelette später machten wir uns auf, um uns für das Training vorzubereiten.
Bevor es zum Pool ging, machten wir einen kleinen Abstecher zu Jannis‘ Balkon, der sich über ein kleines Geburtstagsständchen freuen durfte. Zuvor wurde er bereits mit einem dekorierten Zimmer und vielen Luftballons (mit der Aufschrift „18 - Happy Birthday“) überrascht.
Das heutige Vormittagstraining bestand aus einigen technikorientierten Serien, bevor die Konstanzer noch einige Meter mit Widerstandshose und 50er mit Flossen zurücklegen durften. Die Sprinter (Colin ersetzte heute Jana) hatten heute nach dem Krafttraining ein kurzes Programm, bei dem es hauptsächlich um Renneinteilung ging. Dazu absolvierten wir mehrere 15, 25, 35, und 50m Sprints um später mit gestoppten Zeiten von jedem oben genannten Segment Rückschlüsse auf unsere Rennen und deren Einteilung ziehen zu können. Die Methode war erfolgreich und wir konnten uns von Durchgang zu Durchgang steigern und viele Informationen sammeln.
Nach unserem Training in stärkster Mittagssonne machten wir uns auf zum Mittagessen, um unsere Speicher wieder zu füllen. In unserer Pause ging es für wenige an den Pool während die meisten ihre Zeit zum Ausruhen im gut klimatisierten Zimmer nutzen.
Um 17:30 ging direkt weiter mit der zweiten Einheit des Tages. Benni verschonte uns (glücklicherweise) mit technikorientierten, eher entspannteren Serien, bevor wir es an den letzten zwei Trainingstagen nochmals richtig „krachen“ lassen werden. Angenehme 5,3 km später beeilten wir uns, unseren grummelnden Mägen eine Freude zu bereiten.
Beim Abendessen erwartete unser inzwischen erwachsenes Geburtstagskind Jannis eine weitere Überraschung: Nachdem wir alle gemeinsam an einer gedeckten Tafel gespeist haben, kamen fünf Mitarbeiter und sangen ihm, unter Begleitung einer Trommel, ein Geburtstagsständchen, bevor wir alle gemeinsam auf Englisch und Deutsch anstimmten. Daraufhin wurde ein großer Kuchen serviert, von dem alle kosten durften. Nach einem leckeren und ausgiebigem Abendessen spielten einige noch eine Runde „five alive“ bevor es für die Spartaner ins Bett ging.
Tag7 21.4.2025 Mit dem Milchreis klappt es doch noch
Ausgerechnet beim letzten Mal frühem Aufstehen vergaßen wir, unsere Wecker zu stellen. Was ein Glück dass unsere innere Uhr uns nicht im Stich ließ und wir pünktlich um 6:05 Uhr aus den Federn kamen. Grade nochmal gut gegangen. Wir vollzogen unsere übliche Morgenroutine und ab ging es zum Pool. Dort erwarteten unsere Trainer uns voller Vorfreude auf das kommende Training. „So Leute, die zweite (kürzere) Hälfte des Trainingslagers (gemessen in Trainingseinheiten) beginnt jetzt. Wir sind gut gestartet und jetzt wollen wir es in den nächsten Tagen nochmal mit voller Konzentration krachen lassen“, informierte Benni uns darüber, was Sache ist. Gesagt, getan - die fleißigen Spartaner trainierten voller Elan und absolvierten eine knackige Beineserie, bevor es ans Eingemachte ging: Eine Kraulserie, bestehend aus 8x100m in normalem Ausdauertempo, 4x100m in etwas angewärmter Geschwindigkeit und nochmals 2x100m sehr zügig. Wer dachte wir seinen fertig, wurde daraufhin eines besseren belehrt - der ganze Spaß zweimal ;-) Unser Tempo ließ kaum zu wünschen übrig und so waren unsere Trainer sehr positiv gestimmt.
Nach kurzem Dehnen und persönlichem Feedback machten wir uns auf zum Frühstück, bei dem es uns klar wurde, wie wichtig es ist, niemals aufzugeben. Vor allem nicht die Hoffnung, denn - auch wenn es kaum zu glauben ist - heute erlebten wir den bisher besten Milchreis :) Dementsprechend wurde auch gut zugeschlagen.
Beim Frühstück wunderten wir uns außerdem über gefärbte Eier und es wurde angemerkt: „Ostern war doch Gestern“. Doch wie sich im weiteren Verlauf des Tages zeigte, wurde das Fest hier am heutigen Tage gefeiert, was unschwer an großzügiger Osterdeko zu erkennen war. Große bemalte Ostereier auf dem Weg zu einem der vielen Pools, an Laternen aufgehängte Bilder und beim Mittagessen laß man auf einem der Teller „Frohe Ostern“. Eine weitere besondere Attraktion des Tages waren Fahrräder für vier Personen, die überall herumfuhren.
Nachdem wir unseren Vormittag zum Ausruhen nutzten, ging es nach dem Mittagessen direkt wieder zum zweiten Training des Tages.
Disclaimer: Die folgende Schilderung des Trainings entspricht nur meinem (Colin) Empfinden und kann bei anderen durchaus variieren.
Jedenfalls stand uns das bisher beste Training des Trainingslagers bevor, welches von vorne bis hinten und von Kopf bis Fuß sehr gut konzipiert war. Nach kurzem Einschwimmen starteten wir direkt mit zwei schnellen, harten Serien, bestehend aus jeweils 8x50m. In der ersten Runde der best-average-Serie (wir sollen so schnell schwimmen, wie wir es über die acht 50er durchhalten können) hatten wir die Wahl zwischen Rücken, Brust und Schmett. Nachdem wir unser Körper das erste mal ans Limit gebracht haben, wiederholten wir den Spaß nochmals in Kraul. Als der erste, sehr anstrengende Teil geschafft war, hatten wir das Glück erstmal 800m locker zu schwimmen, bevor wir uns Teil zwei des Trainings widmeten. Benni hatte für noch eine wunderbare (und einer meiner Lieblings-) Serie(n) vorbereitet, die im Grunde immer aus mehreren 50er Kraul in normalem Ausdauertempo und dann einem schnellen 50er in beliebiger Lage bestand. Dieses Schema wiederholten wir so oft, bis wir 4 schnelle 50er geschwommen sind.
Gestartet sind wir mit 3x Kraul, 1x Schnell und in den kommenden zwei Runden verringerte sich die Anzahl der 50er Kraul, jedoch erhöhte sich die Pause. Durch diese Abwechslung und immer wieder schnellem Schwimmen ging die Zeit wie im Flug vorüber. Als Krönung des Trainings durften wir nochmals 2x50m mit Flossen maximal schnell schwimmen, bevor wir in den „Eispool“ gescheucht und mit „das ist gut für eure Regeneration“ motiviert wurden, in dem 8° C kalten Pool auszuharren. Mal sehen, ob das was gebracht hat.
Während unserer Nachbereitung lobte uns Benni für sehr gute Leistungen, genau wie er sie sich erwünscht hatte. Zufrieden machten sich einige auf den Weg das gestrig verpasste Rutschen auf unserem Wasser-Action-Rutschenspaß-Turm nachzuholen. Da uns nur noch wenig Zeit bis um 17:00 Uhr blieb (dann schließen die Rutschen), war unsere Rutsch-Session umso intensiver. Nach kurzem Besuch in einem warmen Pool machten wir uns dann auch auf den Weg in unsere Zimmer und richteten uns für das Abendessen. Unser Essverhalten ließ darauf schließen, dass es heute ein anstrengender Tag war, welchen wir bei der Kinderdisko ;-), beim gemeinsamen Kartenspielen und bei einer Fahrt mit einem vierer Fahrrad ausgiebig ausklingen ließen - schließlich ist morgen Ausschlafen angesagt!
Tag6 20.04.2025 Frohe Ostern
„Ring ring“ - Es war heute zur Abwechslung mein Wecker (und nicht Till) der mich weckte. Der Blick auf die Uhr verriet, dass es exakt 6:00 Uhr. Abgesehen davon, dass mein Start in den Tag nicht so stressig war wie gestern, brachte das frühere Aufstehen ein weiteren Vorteil mit sich: es ersparte mir 200m Schmett, denn Arlette schrieb um 6:36 Uhr: „Treffpunkt am Becken um 6:40, 1 min Puffer, da es so kurzfristig war“. Wäre ich erst um 6:30 Uhr aufgestanden, wäre ich wohl niemals pünktlich gekommen. Grad nochmal gut gegangen.
Der Grund für unser früheres Erscheinen war auf den Osterhasen zurückzuführen, der für uns eine Ostersuche organisierte (danke Arlette!). Nach eifrigen Suchen fanden alle ein personalisiertes Handtuch und Süßigkeiten, die unseren Start in den Tag versüßten. „Ahh, es ist ja Ostern“, leuchtete es jetzt auch den letzten Schlafmützen ein.
Das Training bleib uns dennoch nicht erspart und wir durften uns über eine Beine-, eine Lagen- bzw. Rücken- und eine Kraulserie freuen. Nachdem wir unser einziges Training des Tages überstanden hatten, machten wir uns auf dem schnellsten Wege zum Frühstück. Während wir uns über Omelette, Waffeln und sämtliche andere Köstlichkeiten hermachten, musste Till bedauerlicherweise feststellen, dass der Milchreis nicht besser wurde und eher ein Rückschritt im Vergleich zum gestrigen Tage erlitt. Mit gefüllten Mägen traten wir unseren Rückweg auf die Zimmer an, wo wir unsere Zeit bis zum Mittagessen zum entspannen nutzten.
Nachdem die hungrigen Spartaner aufpassen mussten, dass sie das Resort durch erhöhten Lebensmittelbedarf nicht in die Insolvenz treiben, machten sich alle auf den Weg zum Strand. Neben Schnorcheln und Tauchen, Sonnenbaden und Rutschen vertrieben wir uns die Zeit mit Kartenspielen. Der Nachmittag verging wie im Flug und schon bald kehrten wir zurück. Nachdem die „Großen“ noch einen Pool mit dem Volleyball unsicher gemacht haben, gingen wir auf unsere Zimmer um uns für eine erneute Mahlzeit fertig zu machen. Alle Formel 1 interessierten aßen schon gegen 18:00 Uhr, um auf keinen Fall das heutige Rennen zu verpassen. Nach dem mittelmäßig spannendem Rennen gingen einige nochmals zum zweiten Gang ins Restaurant. Nachdem die Kinderdisko heute als nicht so spannend empfunden wurde, machten wir uns schon bald auf den Weg ins Bett. Morgen noch ein letztes Mal früh aufstehen, bevor unsere drei letzten Trainingstage später beginnen, was für uns Ausschlafen bedeutet - juhu!
Tag5 19.4.2025 Colins Tag
An das früher Aufstehen haben sich die fleißigen Spartaner inzwischen gewöhnt, auch wenn es nicht jeden gefiel. Mein (Colin) Tag startete recht stressig, schließlich lag ich um 6:30 noch in der Waagerechten, aus der ich von Till geweckt wurde (ohne ihn hätte ich das Training verschlafen) und hatte somit exakt 15 min, um aus meinem Bett an den Beckenrand zu gelangen. Schnell aufstehen, Badehose anziehen, gründlich mit Sonnencreme eincremen, Sonnenbrille auf, damit ich nicht an der hellen Sonne erblinde und schnell zum Pool eilen. Puh, gerade noch rechtzeitig, sodass mir 200m Schmett erspart blieben.
Das heutige Morgentraining war mit 7km das bisher längste Training. Nach ausgiebigem Einschwimmen und einer Serie bestehend aus Rücken und Kraul mit Flossen, startete die Hauptserie: 20x200m. Bestehend aus Kraul, Beinen, Kraul und Rücken im Wechsel wurde uns eine Abwechslungsreiche Ausdauerserie geboten. Der Trainingslager Tiefpunkt (was schwere Arme und Beine anbelangt) war bei den meisten überwunden und unsere Trainier waren mit unseren Leistungen und der Konzentration zufrieden.
Bei der Rückkehr in unser Zimmer wurden wir, wie bisher auch, von einer besonderen Kreatur aus den Bettdecken überrascht, die Zimmerkräfte geben sich jeden Tag viel Mühe, heute ließ sich die Skulptur als Schwan identifizieren, der sogar unsere Sonnenbrille aufgesetzt wurde.
Nachdem wir uns über das Frühstücksbuffet hergemacht haben (der Milchreis ist übrigens nicht besser geworden) nutzen wir unsere Zeit zum Entspannen, schließlich blieb nicht viel bis zur zweiten Einheit. Wenn wir uns richtig erinnerten, dann war da doch was mit eher entspanntem Training, oder? Nach dem Aufwärmen wurden wir nicht enttäuscht, der Trainingsplan war nicht sonderlich anstrengend und die Länge hielt sich in Grenzen (danke Benni!). Während der Einheit teilten wir uns auf in eher Brust- und Rückenschwimmer und absolvierten eine technikorientierte Serie. Nach dem Training lieferten sich Nick und ich ein 50m Brust rennen, welches Nick zwar deutlich gewann, was jedoch bestimmt auf meinen schlechten Start zurückzuführen war ;-)
Das wir beim Training sämtliches Material (Schnorchel, Flosse, Brett, etc.) brauchen, ist ja erst seit gestern bekannt, daher kann es schonmal vorkommen dass man nicht alles Material dabei hat. Die zwei Kandidaten, denen dieser unglückliche Fehler unterlief, qualifizierten sich erfolgreich für 200m Schmett, absolvierten diese aber mit Bravour.
Nach dem Training gab es gegenseitige Massagen oder Ausflüge an den Strand, bevor es zum Essen ging. Die großen Jungs schauten noch gespannt der Formel 1 Qualifikation zu und freuten sich über das ausscheiden von Lando Norris ;-).
Voller Vorfreude auf den morgigen Ostersonntag mit nur einem Wassertraining früh morgens, einer hoffentlich coolen Bettdecken-Skulptur und ganz viel freier Zeit tagsüber, schliefen die Konstanzer Athleten schnell tief und fest.
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Tag4 18.04.2025 200m Schmetterling :-)
Lautes Weckerklingeln holt uns unsanft aus unserem Tiefschlaf. Der Blick auf die Uhr verrät: 6:15 Uhr, es bleibt also nicht mehr viel Zeit bis zum ersten Wassertraining. Schnell einen Müsliriegel verputzen, Trinkflaschen auffüllen und ganz besonders wichtig: Eincremen! Gähnend trugen uns unsere Beine zum Pool. Das windige Wetter machte uns mehr oder weniger wach.
Die erste Einheit startete mit einem Ausdauerblock zum einschwimmen, bevor wir unsere Bein brennen lassen durften. Die für Tag 3 und 4 übliche Schwäche machte nicht nur unseren Armen und Beinen zu schaffen, auch schlich sich beim ein oder anderen etwas Unkonzentriertheit ein, worüber unsere Trainer nicht sonderlich erfreut waren. Daher gab es nach dem Training auch eine kleine Ansprache. Seit neustem haben wir kleine Pulssensoren, die jeder während dem Training trägt. So haben unsere Trainer immer den Überblick, wie anstrengend es wirklich ist, was wir gerade so treiben. Sollten wir dann mal wirklich nur treiben und weniger schwimmen, kann für uns zwei Folgen haben: Entweder sind wir so kaputt und sind langsam obwohl wir uns angestrengt haben (gut) oder wir waren halt langsam, weil wir uns nicht angestrengt haben (schlecht). So wurden heute beide Erfahrungen mit unseren neuen Gadgets gemacht ;-)
Danach machten wir uns auf dem Weg zum lang ersehnten Frühstück und füllten unsere Speicher wieder auf. Übrigens: die Qualität des Milchreises hat sich leider nicht sonderlich verbessert, was sehr schade war. Gut gestärkt gingen die allermeisten auf ihre Zimmer und nutzen ihr freie Zeit, welche bedauerlich kurz war, zum bestmöglichen Regenerieren. Massagepistolen und Ruhe sollten dabei helfen, das Ergebnis zeigte sich schon bald, denn nach dem Mittagessen ging es direkt wieder ins Wasser. Benni tat mal wieder das, was er am besten kann und schrieb für den Großteil einen höllischen Plan, während er seine Sprinter (Nina, Jana, David und Nick) mal wieder verschonte. Sie mussten nach ihrer kurzen Krafteinheit nur noch für 45min ins Wasser hüpfen. Als wir das Training erfolgreich überstanden haben, wurden sämtliche Strafen (ähhm ich meine natürlich extra Trainingsmöglichkeiten) in Form von 200m Schmett eingelöst. Qualifizieren konnte man sich dafür durch zu spätes Erscheinen zum Essen oder am Beckenrand, aber unsere Trainer machten brav mit, schließlich waren sie ja auch schonmal zu spät. Da kamen sogar Kommentare andere Trainer anderer Vereine, die uns beim Anfeuern von Benni beobachteten und lobten das Verhalten unserer Trainer.
Da nur die wenigsten noch groß etwas unternahmen ist das ein ganz guter Indikator dafür, wie wir uns gerade fühlen: müde und erledigt. Glücklicherweise ist das morgige Abendtraining sehr entspannt. Nachdem wir Abendessen in unterschiedlichen Restaurants genießen durften ging es auch schon bald ins Bett, denn es wurde eine Bettgehzeit von 22:00 Uhr verhängt. Aber das tut allen gut. (Glaube ich zu wissen)
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Tag3 17.04.2025 Ausschlafen welch ein Luxus
Was gibt es schöneres als von hellen, warmen Sonnenstrahlen geweckt zu werden? Als warmen Wind zu spüren, wenn man Morgenluft auf dem Balkon schnuppert und das von hohen Palmen umgeben? Wenn einem dann noch einfällt, dass heute nur ein Training ansteht, gibt es nicht viel, was das noch toppen kann. Zwischen 8:30 und 10:00 Uhr genossen wir heute unser Frühstück und tankten Energie für den Tag.
Wir erfreuten uns erneut an einem reichhaltigen Buffet und einige kosteten von der Smoothie-Bar, an der man sich seinen eigenen Drink mixen lassen konnte. Auch Till freute sich, schließlich ähnelte der „Milchreis“ heute im Vergleich zum gestrigen Wasserbrei einem Milchreis schon vielmehr. „Wenn wir in den kommenden Tagen weiterhin eine solche Verbesserung erleben, haben wir es schon bald mit einem Gourmet-Milchreis zu tun und spätestens gegen Ende des Trainingslager haben wir Milchreis auf dem Niveau einer Sterneküche.
Nach unserem ausgiebigen Frühstück machten sich einige auf den Weg zum Strand um im Meer zu schwimmen und das ausgezeichnete Wetter zu genießen.
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Gegen 12:30 (unsere Trainer waren zu spät) trafen wir uns zum Mittagessen in einem der Restaurants. Wie gewohnt war für jeden etwas dabei: Von frisch gekochter Pasta über gebratenes Hühnchen und Rindergulasch, ergänzt von den üblichen Beilagen wurde jeder satt und konnte gut gestärkt in das einzige, dafür besonders harte Wassertraining. Benni fusionierte sämtliche Dinge aus seinem Trainings-Repertoire und kreierte ein Training, welches uns an unsere Grenzen brachte. Wir sprechen dabei über 6 km, bestehend aus ausgiebigem Einschwimmen, einer harten Kraul und Lagen bzw. Rücken Serie, bevor wir mit 50er in unserer jeweiligen Hauptlage gequält wurden.
Unsere Trainer waren jedoch sehr zufrieden und lobten uns während unserer Dehn-Session für „gute Leistungen, wie sie sie an Tag 3 nicht erwartet haben.“ Kaputt und zufrieden ließen einige den Nachmittag am Strand ausklingen, bevor wir uns zum Abendessen trafen. Abends nutzten wir unsere Zeit für gemeinsame Kartenspiele und packten unsere Billiard Skills aus (sie waren äußerst beeindruckend). Da wir morgen nicht mehr den Luxus haben, uns nicht von unserem Wecker wecken lassen zu müssen, ging es recht bald in Richtung Bett, denn morgen steht nicht nur frühes Aufstehen, sondern auch gleich zwei Einheiten auf dem Plan.
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Tag2 16.04.2025
Der heutige Tag begann glücklicherweise nicht vor Sonnenaufgang, was jedoch nicht ausschließt, dass er nicht früh begann - schließlich geht die Sonne hier um kurz nach fünf auf. Eine knappe Stunde später waren auch die fleißigen Spartaner dran, die sich aus dem Traumwunderland verabschieden mussten. Die bereits recht hoch stehende Sonne blendete uns schon durchs Fenster, sodass wir unsere Müdigkeit schnell vergasen. Wer gedacht hat, er hätte den schlimmsten Teil des Tages (das Aufstehen) hinter sich, hat wohl nicht an den bevorstehenden 1200m Beine Test gedacht.
Nach ausgiebigem Einschwimmen starteten wir mit unserem Lieblingstest, die Langbahn machte uns zwar sehr zu schaffen, jedoch konnten fast alle ihre Zeit vom Eingangstest des vorherigen Jahres unterbieten. Nach einer gelungen Einheit machten wir uns voller Vorfreude und mit gespannten Gesichtern auf den Weg zum Frühstück. Unsere Neugier verwandelte sich in glückliche Mienen, schließlich gab es ein sehr reichhaltiges und leckeres Frühstück (und nicht nur Croissants). Von herzhaften Spezialitäten über Omelettes mit beliebigen Zutaten und frisch gebackenen Waffeln war alles dabei - also genau das, was ein jedes Athletenherz höher schlagen lässt.
Frisch gestärkt ging es direkt auf Erkundungstour der unzähligen Pools und Rutschen, die natürlich ausgiebig getestet werden mussten. Die nächste Mahlzeit ließ nicht lange auf sich warten, als die Spartaner gegen 13.00 Uhr bei einem der vielen Restaurants einkehrten. Mit gefüllten Speichern starteten wir unsere Reise zum nahegelegenen Strand wo wir die Mittagssonne in vollem Umfang genießen konnten. Der Nachmittag ging wie im Flug vorüber und eher als es dem ein oder anderen lieb war, trugen uns unsere müden Beine (eher unfreiwillig) zum gut beheizten Pool. Da es bereits 17:30 Uhr war und die Sonne recht bald am Horizont verschwand waren wir sehr froh über die angenehme Wassertemperatur.
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Während die Sprinter (Nina, Jana, David & Nick) eine Stunde im Kraftraum verbrachten und den anderen beim Schwimmen zusehen konnten, zogen alle anderen ihre Bahnen in angenehmem Ausdauertempo. Während der Großteil mit knapp 6km gequält wurde, genossen die Sprinter ihr 2,5km kurzes Programm, immerhin waren einige Meter mit Fallschirm. Beim ein oder anderen machten sich die schweren Arme und Beine schon deutlich bemerkbar, desto größer war die Vorfreude auf das Abendessen mit ägyptischen Spezialitäten vom Grill oder frisch gebackene Pizza. Da es schon recht spät war, begaben wir uns auch schon zeitig in unsere Zimmer und schliefen gut ein - schließlich haben wir morgen nur eine Einheit vor uns und müssen uns nicht von unseren Weckern aus dem Schlaf reißen lassen ;
Tag1 15.04.2025 Wir haben unser Ziel erreicht, es geht nach Hurghada in Ägypten
Der Startschuss für unser Trainingslager fiel noch vor Sonnenaufgang – mit viel Kaffee für die Eltern, die sich erbarmten ihre fleißigen Kinder nach Zürich zu bringen, wenig Schlaf und erstaunlich guter Laune. Am Flughafen versammelten sich die Spartaner mit Augenringen, die selbst die Sonnenbrillen nicht ganz verbergen konnten. Die Sicherheitskontrolle verlief reibungslos. Zumindest fast, denn die Sicherheitsbeamten trauten Lotta nicht so ganz über den Weg. Die Heidi-Bahn brachte uns an das Ende des Flughafens und ehe wir’s uns versahen, hob unser Flieger auch schon ab Richtung Sonne.
Während des Flugs schwankten die Aktivitäten zwischen unkoordiniertem Dösen, Kartenspielen im Halbschlaf und dem verzweifelten Versuch, mit Reise-Nackenkissen eine angenehme Schlafposition zu finden. Nach einer mehr oder weniger sanften Landung in Hurghada wurden wir nicht nur von der ägyptischen Wärme, sondern auch von Angestellten im Auftrag unserer Reiseveranstalter zur Ausstellung unseren Visa herzlich empfangen. Nachdem dies einigermaßen zügig von Statten ging stiegen wir in unseren Bus der uns binnen 15 Minuten ins Resort brachte.
Dort erwartete uns direkt das erste Highlight: Mittagessen mit einem reichhaltigem Buffet. Die Zimmer hingegen ließen auf sich warten, also mussten Lobbysofas als Zwischenlager für einen eher unfreiwilligen Powernap herhalten. Kaum waren wir in unseren Zimmern angekommen, ging es direkt weiter: das erste Wassertraining stand an. Zwischen Palmen, unter blauem Himmel und mit überraschend angenehmer Wassertemperatur schwammen wir uns ein – und auch Benni hatte Erbarmen und ließ uns sanft einsteigen.
Nach dem Abendessen fiel der gesamte Trupp dann praktisch gleichzeitig in die Betten, schließlich gab es einiges Aufzuholen. Die Vorfreude auf Sonne mischte sich mit der drängenden Erkenntnis: Morgen wird’s ernst, denn es ist Zeit für den legendären 1200m Beine Test, der niemanden verschont. Aber immerhin mit Sonne.
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