Fünf Sparta-Masters sind Anfang April der Rennmannschaft ins Trainingslager nach Ägypten gefolgt.
Am Freitag, den 03.04.2026, startete die kleine Gruppe von Zürich ins Trainingslager nach Hurghada, Ägypten. Trotz anfänglicher Bedenken bezüglich der Kriegssituation im nahen Iran, machten wir uns auf den Weg. Um 01 Uhr nachts erreichten wir schließlich unbeschadet und glücklich unser Ziel, das Pickalbatros Aqua Park-Resort Hurghada.
Der Samstag startete entspannt. Nach einem gemütlichen Frühstück und einer Einheit im Kraftraum, stand um 14 Uhr endlich die erste Trainingseinheit im Wasser an. In diesen zwei Stunden gewöhnten wir uns an das herrliche 50-m-Becken und spulten die ersten 4000 bis 4500m herunter. Arlette und Benni hatten vom ersten Moment auch unsere Bahn im Blick und gaben uns den ein oder anderen wertvollen Tipp. Die wärmende Sonne und der beheizte Pool unterstützten die idealen Trainingsbedingungen. Pippo voraus, gefolgt von Ilyas, Simon, Ralph und Chris, haben wir Bahn um Bahn absolviert. Nach dem Training haben wir uns gut erholt und beim Abendessen und in der Snackbar den Energietank wieder aufgefüllt.
Ab dem nächsten Tag wurde die Latte schon höher gelegt. Start parallel zur Rennmannschaft um 07 Uhr. Ab 6:45 Uhr Aufwärmen, Dehnen und Bereitmachen, und wehe, jemand kommt zu spät. Dann gibt’s 200m Schmett aufs Auge gedrückt. Jede Trainingseinheit hatte einen wohldurchdachten Fokus. Wir durften an unserer Technik in Delfin und Rücken feilen. Das Gelernte wurde anschließend in längeren und gut platzierten Schnellkraftabschnitten gefestigt und hat uns jeden Tag ein Stück weitergebracht. Der Masters-Trainingsplan wurde dem der Rennmannschaft mehr und mehr angeglichen, und so entstand eine homogene Gruppe mit dem Ziel, maximalen Erfolg aus dem Trainingslager herauszuholen. Die Masters-Bahn mit einer Trainingseinheit pro Tag und die Rennmannschaft mit zwei. Am Schluss des gemeinsamen Dienstags-Trainings wurde sogar eine Staffel gegen die Rennmannschaft geschwommen. Diese konnte die Masters-Gruppe, trotz hohem Altersunterschied klar für sich entscheiden. Allerdings mit einem unfairen Vorteil: Ein Schwimmer weniger auf der Bahn. Ab Mittwoch waren die fünf Masters dann auf sich allein gestellt. Die Rennmannschaft hat nach 13 Tagen intensivem Langbahn-Training die Heimreise angetreten. Dennoch blieb die Intensität des Trainings hoch und gipfelte am Donnerstag mit einem Mix aus Krafttraining und unzähligen 50-m-Sprints im Anschluss. Die Motivation war am Ende der letzten Wassereinheit so groß, dass Philipp, Simon und Ilyas ohne Zwang die 200m Schmett noch durchzogen, eine wahre Energieleistung.
Trainings-Fazit: Wir sind jeden Tag, zwischen 4 und 4,5 km geschwommen. Die Wassereinheit wurde mit Krafteinheiten im benachbarten Fitness-Center ergänzt. Das hat uns als Gruppe und jeden Einzelnen ein gutes Stück weitergebracht.
Ägypten und Hurghada bieten neben dem Olympischen Becken natürlich noch andere Qualitäten. Die Pickalbatros-Anlage hat sich auf Schwimmerinnen und Schwimmer gut eingestellt. Flexible Essenszeiten und viel Platz auf der Anlage, um sich in der freien Zeit sicher zu bewegen und zu erholen. Ein naher Zugang zum Meer ermöglichte es uns, ohne Probleme auch dort zu chillen und das ein oder andere Kaltgetränk zu uns zu nehmen. Das Freizeitangebot gipfelte im Ausflug aufs Meer. Delfin-Watching und Schnorcheln am nahegelegenen Riff im Roten Meer. Die Wassertemperatur im Meer war zwar noch etwas fröstelig, aber die bunte Fischvielfalt und das leckere Essen auf dem rustikalen ägyptischen Boot machten den Dienstagnachmittag zu einer wunderbaren Ergänzung eines intensiven Trainingslagers.
Jeder in unserer Gruppe hat seine Qualitäten mit eingebracht: Ohne Chris wären wir nicht in Hurghada gewesen. Er hatte die Organisation im Vorfeld übernommen und auch vor Ort immer den Plan. Ralph hat stehts für eine gute Stimmung gesorgt und hatte immer alle im Blick. Durch seinen Hintergrund aus der Rennmannschaft war Pippo unser Experte im Wasser und Training. Simon hatte sich vor dem Trainingslager um unsere gemeinsamen Shirts gekümmert. Zusammen mit Ilyas hat er unseren Instagram Account "Sparta Masters im Wüstencamp" täglich mit Inhalten versorgt. Die gelben Shirts mit dem witzigen karitativen Aufdruck von uns fünf auf einem Kamel haben uns einige nette Kommentare eingebracht und wir haben uns untereinander nicht aus den Augen verloren. Die Rennmannschaft war bestimmt ein bisschen neidisch. Wir hatten alle zusammen einen riesigen Spaß und haben uns durch und durch super verstanden. Doch ohne Ilyas wäre es sicherlich nur halb so witzig geworden. Er hat immer für geniale Situationen gesorgt. Zudem hat er uns als Übersetzer der Gruppe große Dienste erwiesen, da er arabisch spricht. Durch den vielen Kontakt mit den Mitarbeitern und seine extrem offene Art hatten wir am Ende das Gefühl, er kennt das halbe Resort. Wir anderen haben auch ein paar wenige Wörter gelernt. "Habibi" (=mein Freund) ist aktuell wahrscheinlich unser neues Lieblingswort.
Abschließend lässt sich sagen, dass das Trainingslager für die kleine Gruppe ein voller Erfolg war: sechs Schwimmeinheiten, fünf Krafteinheiten, zwei Ausflüge, Erholung, ganz viel Sonne und noch mehr Spaß. Alle kamen zum Schluss auf dieselbe Aussage: "Das würden wir gerne nächstes Jahr erneut machen!".