04.07.2026 IABS in Bregenz

Viele Bestzeiten und starke Leistungen bei den Internationalen Bodenseemeisterschaften in Bregenz

2026 07 04 IABS Gruppenbild

Früh aufstehen hieß es für die 33 Aktiven unseres Vereins am 4. Juli. Bereits um 7 Uhr begann für die Mannschaft bei den Internationalen Langbahn-Bodenseisterschaften der IABS in Bregenz das Einschwimmen, ehe wenig später die ersten Starts auf der 50-Meter-Bahn anstanden. Dass die Bedingungen am Morgen alles andere als angenehm waren, bekamen vor allem die jüngeren Schwimmerinnen und Schwimmer zu spüren. Bei kühlen Temperaturen ging es für viele bibbernd an den Start, ehe sich das Wetter im Laufe des Vormittags deutlich besserte und schließlich sogar die Sonne für sommerliche Bedingungen sorgte.

Improvisation war an diesem Tag allerdings nicht nur im Wasser gefragt. Der vorgesehene Aufenthaltsbereich erwies sich schnell als deutlich zu klein für die große Mannschaft. Kurzerhand wurde etwas zusammengerückt und die Situation pragmatisch gelöst. Gemeinsam mit den zahlreich angereisten Eltern entwickelte sich so eine lockere Atmosphäre, in der zwischen den Starts gemeinsam mitgefiebert, Kaffee getrunken, Kuchen gegessen und über die Rennen gefachsimpelt wurde. Lediglich die Sonne meinte es am Nachmittag fast etwas zu gut – nicht alle Nachwuchssportler hatten ausreichend an den Sonnenschutz gedacht.

Etwas Geduld mussten alle Beteiligten im weiteren Verlauf des Tages beweisen. Die Siegerehrungen verzögerten sich immer wieder, da häufig auf Sportler gewartet wurde, die gar nicht wussten, dass sie bereits erwartet wurden. So zog sich der Wettkampf bis etwa 17:30 Uhr, ehe sich die Mannschaft müde, aber zufrieden auf den Heimweg machte.

Masters überzeugen auf der Langbahn

Für die Masters gingen Jule Kärcher, Annika Reissenberger, Rawan Alkadri, Simon Graumann und Ilyas Boudene an den Start und zeigten, dass sie auch auf der Langbahn bestens mithalten können.

Besonders erfolgreich verlief der Wettkampf für Ilyas Boudene, der sich über 50 Meter Freistil und 100 Meter Freistil jeweils die Silbermedaille sicherte. Hinzu kamen vierte Plätze über 50 Meter Brust und 50 Meter Schmetterling. Besonders erfreulich: Alle vier Einzelstarts endeten mit neuen persönlichen Bestzeiten.

Auch Jule Kärcher präsentierte sich in ausgezeichneter Form. Mit Platz drei über 50 Meter Schmetterling sowie weiteren Top-Platzierungen über Freistil, Brust und Lagen zeigte sie einen konstant starken Wettkampf und stellte ebenfalls in allen Disziplinen persönliche Bestleistungen auf.

Simon Graumann bestätigte seine positive Entwicklung mit neuen Bestzeiten über alle drei Einzelstrecken. Annika Reissenberger nutzte den Wettkampf erfolgreich, um auf der Langbahn über Freistil, Rücken und Schmetterling neue persönliche Bestzeiten zu erzielen. Gleiches gelang auch Rawan Alkadri, die ihre bisherigen Bestmarken über 50 Meter Freistil, 50 Meter Brust und 100 Meter Freistil verbessern konnte.

Abgerundet wurden die Masters-Wettkämpfe durch die Starts über 4×100 Meter Freistil und 4×100 Meter Lagen, bei denen die Mannschaft noch einmal gemeinsam ins Wasser ging.

Nachwuchs sammelt Medaillen und wichtige Erfahrungen

Den größten Teil der Mannschaft stellte erneut der Nachwuchs, der mit vielen persönlichen Bestzeiten eindrucksvoll unter Beweis stellte, dass sich die intensive Trainingsarbeit der vergangenen Monate auszahlt.

Bei den jüngsten Aktiven des Jahrgangs 2016 gehörte Sofia-Maria Apan mit Siegen über 100 Meter Rücken und 200 Meter Lagen zu den erfolgreichsten Schwimmerinnen des gesamten Wettkampfs. Ergänzt wurden diese Erfolge durch weitere Podestplätze und persönliche Bestzeiten. Auch Mats Kretschmer durfte sich über einen Jahrgangssieg über 100 Meter Rücken freuen. Jona Kretschmer schwamm gleich zweimal auf Rang zwei und überzeugte ebenso wie Paul Matt mit mehreren vorderen Platzierungen. Jana John, Kätlin Seiberlich, Lennart Bistricky, Moritz Jakoby und Lewin Fischer sammelten wertvolle Langbahnerfahrung und konnten sich über zahlreiche persönliche Bestleistungen freuen.
Auch der Jahrgang 2015 wusste zu überzeugen. Elise Litschka gewann die Jahrgangswertung über 200 Meter Lagen und 100 Meter Brust und stand auch über beide Freistilstrecken auf dem Siegerpodest. Isabella Dörr schwamm über 50 Meter Schmetterling auf Rang zwei und belegte über 100 Meter Brust Platz drei. Toni Materna zeigte vor allem auf den Freistilstrecken deutliche Fortschritte und verbesserte sich ebenso wie Henrik Mankel und Mattis Mahn mehrfach gegenüber ihren bisherigen Bestzeiten.
Besonders stark präsentierte sich der Jahrgang 2014. Konrad Walsh-Janys war mit drei Jahrgangssiegen einer der erfolgreichsten Schwimmer des gesamten Wettkampfs. Martino Spricigo gewann die 100 Meter Brust und stand auch über Schmetterling und Lagen auf dem Podest. Emma Jakoby, Helena Bistricky, Lois Beekmann und Indra Bahatyani überzeugten mit zahlreichen Top-Ten-Platzierungen und mehreren persönlichen Bestzeiten. Finja Stummer rundete das starke Mannschaftsergebnis mit soliden Leistungen und wertvoller Wettkampferfahrung ab.
Im Jahrgang 2013 setzten schließlich Paula Mankel und Alberto Saccucci die nächsten Ausrufezeichen. Paula gewann die 100 Meter Brust und stellte auch über Schmetterling, Lagen und 400 Meter Freistil neue persönliche Bestzeiten auf. Alberto sicherte sich die Jahrgangssiege über 50 und 400 Meter Freistil und komplettierte seinen erfolgreichen Wettkampf mit weiteren Podestplätzen über Rücken, Lagen und Brust.

Für Trainer Sebastian war der Wettkampf deshalb weit mehr als nur ein Blick auf Medaillen und Platzierungen. Besonders erfreulich war aus seiner Sicht die sichtbare Entwicklung vieler Athletinnen und Athleten. Regelmäßiges Training machte sich bei zahlreichen persönlichen Bestzeiten deutlich bemerkbar. Gleichzeitig zeigte der Wettkampf aber auch, dass sich Trainingspausen gerade auf der Langbahn schnell bemerkbar machen. Genau diese Erkenntnisse sind für die weitere Trainingsarbeit mindestens genauso wertvoll wie die vielen Medaillen.

Mit zahlreichen persönlichen Bestleistungen, vielen Podestplätzen und einer großartigen Mannschaftsatmosphäre war der Wettkampf in Bregenz ein gelungener Abschluss eines langen Wettkampftages und macht Lust auf die kommenden Herausforderungen.