
Randegg/Konstanz. Im Rahmen der Jubiläumsreihe „75 Jahre Sparta Konstanz“ führte die jüngste Veranstaltung des Schwimmklub Sparta Konstanz zur traditionsreichen Randegger Ottilien-Quelle im Hegau. Gastgeber des Abends war Mitgeschäftsführer Clemens Fleischmann, der die Teilnehmer auf persönliche, humorvolle und zugleich beeindruckend authentische Weise durch das Familienunternehmen führte.
Bereits zu Beginn spannte Fleischmann den Bogen von der Geschichte des Unternehmens bis zu den Herausforderungen moderner Unternehmensführung. Die Randegger Ottilien-Quelle befindet sich seit 1892 im Besitz der Familie Fleischmann und wird heute von den Brüdern Christoph und Clemens Fleischmann in vierter Generation geführt. Dabei wurde schnell deutlich, dass die konsequente Orientierung an klaren Werten ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Unternehmens ist.
Anhand zahlreicher Beispiele erläuterte Fleischmann, warum Nachhaltigkeit für die Randegger Ottilien-Quelle weit mehr ist als ein Schlagwort. Vielmehr prägt sie sämtliche Entscheidungen des Unternehmens – von der Produktion über die Mitarbeiterführung bis hin zur Vermarktung der Produkte. Wachstum werde nicht allein in Absatzmengen gemessen, sondern vor allem daran, ob es zur Identität und zu den Grundsätzen des Familienunternehmens passt.
Im Rahmen der Jubiläums-Veranstaltungsreihe des Schwimmklub Sparta Konstanz stand Anfang Mai ein hochaktuelles Thema im Mittelpunkt: das Zusammenspiel von Wassersport und Naturschutz am Bodensee. Veranstaltungsort war das NABU-Bodenseezentrum Wollmatinger Ried.
Der Bodensee ist nicht nur ein beliebter Freizeit- und Erholungsraum, sondern zugleich eines der bedeutendsten Ökosysteme der Region. Wie sich diese beiden Nutzungen miteinander vereinbaren lassen, wurde im Rahmen des Vortrags aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.
Im Fokus standen dabei die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf sensible Natur- und Schutzräume am westlichen Bodensee. Besonders Wasservögel reagieren empfindlich auf Störungen durch Lärm, hektische Bewegungen oder zu geringe Abstände zu Schutzzonen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele Konflikte weniger aus Absicht als vielmehr aus fehlendem Wissen entstehen.
Ein wichtiger Bestandteil des Abends war deshalb die Frage, wie mehr Rücksichtnahme und ein naturverträglicher Umgang mit dem Lebensraum Bodensee gefördert werden können. Neben Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit wurden auch konkrete Ansätze vorgestellt, um Wassersportlerinnen und Wassersportler direkt am See besser zu informieren und für sensible Bereiche zu sensibilisieren.
Wie Nutzung und Schutz am Bodensee gemeinsam gelingen können
Der Bodensee ist einer der bedeutendsten Brut- und Rastplätze für Wasservögel im süddeutschen Raum – und zugleich intensiv genutzter Freizeit- und Wassersportraum. Nutzung und Schutz treffen hier unmittelbar aufeinander. Lisa Maier gibt nach einem kurzen Einstieg im NABU-Bodenseezentrum im Rahmen einer geführten Exkursion in das Wollmatinger Ried Einblicke in die Schutzgebietsbetreuung und zeigt praxisnah, wie Wassersport und Naturschutz gemeinsam gedacht werden können. Die Veranstaltung vermittelt Grundlagenwissen, aktuelle Herausforderungen und konkrete Lösungsansätze aus dem gleichnamigen Projekt „Wassersport & Naturschutz“.
Die Referentin
Lisa Maier arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Ornithologie und Schutzgebietsbetreuung im NABU-Bodenseezentrum. Der Schutz der Wasservögel ist ein zentrales Anliegen ihrer Arbeit, da der Bodensee eines der wichtigsten Brut- und Rastgebiete der Region darstellt. In ihrer Tätigkeit verbindet sie wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischer Schutzgebietspflege und Umweltbildung.
06. Mai · 14:00 Uhr · NABU-Bodenseezentrum, Wollmatinger Ried (Reichenau)
Anmeldung unter

Im Rahmen der Jubiläums-Veranstaltungsreihe widmete sich der Schwimmklub Sparta Konstanz einem Thema, das bis heute aktuell ist: der Zukunft der Bäder in Konstanz. Schauplatz des Vortrags war erneut das Rheinstrandbad Konstanz.
Dr. Georg Geiger, der über viele Jahre die Konstanzer Bäderlandschaft maßgeblich mitgestaltet hat, zeichnete ein vielschichtiges Bild: Die Diskussion darüber, wie viele Bäder eine Stadt braucht und wie diese finanziert werden können, ist kein neues Phänomen. Sie begleitet die Stadt seit Generationen – von frühen Badeanlagen im See bis zu modernen Einrichtungen wie der Bodensee-Therme Konstanz oder dem Schwaketenbad.
Anhand zahlreicher Beispiele wurde deutlich, wie komplex Entscheidungsprozesse in diesem Bereich sind. Selbst scheinbar einfache Fragen – etwa die Namensgebung einer Therme – können unerwartete Dynamiken entwickeln. Gleichzeitig sind viele Projekte von Kompromissen geprägt: finanzielle Vorgaben, politische Diskussionen und praktische Anforderungen müssen immer wieder neu in Einklang gebracht werden.
Ein wiederkehrendes Thema ist die Zukunft einzelner Standorte. Besonders das Hallenbad am Seerhein steht seit Jahrzehnten immer wieder im Mittelpunkt von Schließungsdebatten und alternativen Nutzungsideen. Ereignisse wie der Brand des Schwaketenbads im Jahr 2015 haben jedoch gezeigt, wie wichtig bestehende Kapazitäten sein können.
Anekdoten, Entscheidungen & Weichenstellungen
Wie entstehen Entscheidungen zur Entwicklung öffentlicher Bäder? Welche Zielkonflikte prägen kommunale Bäderpolitik? Dr. Georg Geiger nimmt das Publikum mit auf eine Zeitreise durch vier Jahrzehnte Konstanzer Bäderpolitik. Im Mittelpunkt stehen politische Entscheidungsprozesse, finanzielle Rahmenbedingungen und persönliche Erfahrungen aus der kommunalen Verantwortung. Der Vortrag eröffnet seltene Einblicke in die Mechanismen eines Bereichs, der für das städtische Leben von zentraler Bedeutung ist.
Der Referent
Dr. Georg Geiger prägte über mehr als vier Jahr zehnte die Entwicklung des Konstanzer Bäderwesens. Als langjähriger Geschäftsführer der Bädergesellschaft Konstanz sowie zuvor im Sport- und Bäderamt war er an nahezu allen zentralen Weichenstellungen beteiligt. Seine Perspektive verbindet Verwaltung, Politik und gesellschaftliche Verantwortung.
15. April · 18.30 Uhr · Foyer Rheinstrandbad
Anmeldung unter

Zum 75-jährigen Bestehen lädt der Verein Schwimmklub Sparta Konstanz zu einer Veranstaltungsreihe ein. Den Auftakt bildete eine besondere Führung durch das traditionsreiche Rheinstrandbad Konstanz, bei der Geschichte, Architektur und persönliche Erinnerungen lebendig wurden.
Schon beim Eintreffen wurde deutlich, wie viele persönliche Erinnerungen mit dem Gebäude verbunden sind. Einige Gäste erzählten von langen Sommertagen am See, von ersten Schwimmversuchen oder von waghalsigen Sprüngen über die Steinstufen ins Wasser. Andere erinnerten sich an lebhafte Stunden im Hallenbecken, wenn das Bad am Wochenende zum Treffpunkt für Jugendliche wurde.
Neben diesen sehr persönlichen Momenten eröffnete die Führung auch neue Perspektiven auf das Gebäude selbst. Besonders beeindruckend war der Blick in die technischen Bereiche unterhalb des Beckens. Die spezielle Konstruktion, ein auf Pfeilern ruhender Beckenkörper, erlaubt es, das Becken von unten zu begehen. Diese Bauweise gilt bis heute als außergewöhnlich. Ergänzt wurde die Anlage bereits früh durch ein ausgeklügeltes Wärmetauschsystem, das für seine Zeit bemerkenswert modern war. Zeitzeugen berichteten von aufwendigen Wartungsarbeiten und von Einsätzen in großen Wassertanks, die regelmäßig gereinigt werden mussten.
Ein Gang durch die Vereinsräume zeigte, wie lebendig Geschichte sein kann. Noch immer stehen dort originale Holzspinde aus der Anfangszeit des Bades. Zahlreiche Pokale, Urkunden und Fotografien erzählen von sportlichen Erfolgen und engagierter Nachwuchsarbeit. Selbst ein ehemaliges Dampfbad ist im hinteren Bereich des Gebäudes erhalten geblieben, ein weiteres Detail, das den Wandel der Nutzung über Jahrzehnte hinweg sichtbar macht.
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