Wie Nutzung und Schutz am Bodensee gemeinsam gelingen können
Der Bodensee ist einer der bedeutendsten Brut- und Rastplätze für Wasservögel im süddeutschen Raum – und zugleich intensiv genutzter Freizeit- und Wassersportraum. Nutzung und Schutz treffen hier unmittelbar aufeinander. Lisa Maier gibt nach einem kurzen Einstieg im NABU-Bodenseezentrum im Rahmen einer geführten Exkursion in das Wollmatinger Ried Einblicke in die Schutzgebietsbetreuung und zeigt praxisnah, wie Wassersport und Naturschutz gemeinsam gedacht werden können. Die Veranstaltung vermittelt Grundlagenwissen, aktuelle Herausforderungen und konkrete Lösungsansätze aus dem gleichnamigen Projekt „Wassersport & Naturschutz“.
Die Referentin
Lisa Maier arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Ornithologie und Schutzgebietsbetreuung im NABU-Bodenseezentrum. Der Schutz der Wasservögel ist ein zentrales Anliegen ihrer Arbeit, da der Bodensee eines der wichtigsten Brut- und Rastgebiete der Region darstellt. In ihrer Tätigkeit verbindet sie wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischer Schutzgebietspflege und Umweltbildung.
06. Mai · 14:00 Uhr · NABU-Bodenseezentrum, Wollmatinger Ried (Reichenau)
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Im Rahmen der Jubiläums-Veranstaltungsreihe widmete sich der Schwimmklub Sparta Konstanz einem Thema, das bis heute aktuell ist: der Zukunft der Bäder in Konstanz. Schauplatz des Vortrags war erneut das Rheinstrandbad Konstanz.
Dr. Georg Geiger, der über viele Jahre die Konstanzer Bäderlandschaft maßgeblich mitgestaltet hat, zeichnete ein vielschichtiges Bild: Die Diskussion darüber, wie viele Bäder eine Stadt braucht und wie diese finanziert werden können, ist kein neues Phänomen. Sie begleitet die Stadt seit Generationen – von frühen Badeanlagen im See bis zu modernen Einrichtungen wie der Bodensee-Therme Konstanz oder dem Schwaketenbad.
Anhand zahlreicher Beispiele wurde deutlich, wie komplex Entscheidungsprozesse in diesem Bereich sind. Selbst scheinbar einfache Fragen – etwa die Namensgebung einer Therme – können unerwartete Dynamiken entwickeln. Gleichzeitig sind viele Projekte von Kompromissen geprägt: finanzielle Vorgaben, politische Diskussionen und praktische Anforderungen müssen immer wieder neu in Einklang gebracht werden.
Ein wiederkehrendes Thema ist die Zukunft einzelner Standorte. Besonders das Hallenbad am Seerhein steht seit Jahrzehnten immer wieder im Mittelpunkt von Schließungsdebatten und alternativen Nutzungsideen. Ereignisse wie der Brand des Schwaketenbads im Jahr 2015 haben jedoch gezeigt, wie wichtig bestehende Kapazitäten sein können.
Anekdoten, Entscheidungen & Weichenstellungen
Wie entstehen Entscheidungen zur Entwicklung öffentlicher Bäder? Welche Zielkonflikte prägen kommunale Bäderpolitik? Dr. Georg Geiger nimmt das Publikum mit auf eine Zeitreise durch vier Jahrzehnte Konstanzer Bäderpolitik. Im Mittelpunkt stehen politische Entscheidungsprozesse, finanzielle Rahmenbedingungen und persönliche Erfahrungen aus der kommunalen Verantwortung. Der Vortrag eröffnet seltene Einblicke in die Mechanismen eines Bereichs, der für das städtische Leben von zentraler Bedeutung ist.
Der Referent
Dr. Georg Geiger prägte über mehr als vier Jahr zehnte die Entwicklung des Konstanzer Bäderwesens. Als langjähriger Geschäftsführer der Bädergesellschaft Konstanz sowie zuvor im Sport- und Bäderamt war er an nahezu allen zentralen Weichenstellungen beteiligt. Seine Perspektive verbindet Verwaltung, Politik und gesellschaftliche Verantwortung.
15. April · 18.30 Uhr · Foyer Rheinstrandbad
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Zum 75-jährigen Bestehen lädt der Verein Schwimmklub Sparta Konstanz zu einer Veranstaltungsreihe ein. Den Auftakt bildete eine besondere Führung durch das traditionsreiche Rheinstrandbad Konstanz, bei der Geschichte, Architektur und persönliche Erinnerungen lebendig wurden.
Schon beim Eintreffen wurde deutlich, wie viele persönliche Erinnerungen mit dem Gebäude verbunden sind. Einige Gäste erzählten von langen Sommertagen am See, von ersten Schwimmversuchen oder von waghalsigen Sprüngen über die Steinstufen ins Wasser. Andere erinnerten sich an lebhafte Stunden im Hallenbecken, wenn das Bad am Wochenende zum Treffpunkt für Jugendliche wurde.
Neben diesen sehr persönlichen Momenten eröffnete die Führung auch neue Perspektiven auf das Gebäude selbst. Besonders beeindruckend war der Blick in die technischen Bereiche unterhalb des Beckens. Die spezielle Konstruktion, ein auf Pfeilern ruhender Beckenkörper, erlaubt es, das Becken von unten zu begehen. Diese Bauweise gilt bis heute als außergewöhnlich. Ergänzt wurde die Anlage bereits früh durch ein ausgeklügeltes Wärmetauschsystem, das für seine Zeit bemerkenswert modern war. Zeitzeugen berichteten von aufwendigen Wartungsarbeiten und von Einsätzen in großen Wassertanks, die regelmäßig gereinigt werden mussten.
Ein Gang durch die Vereinsräume zeigte, wie lebendig Geschichte sein kann. Noch immer stehen dort originale Holzspinde aus der Anfangszeit des Bades. Zahlreiche Pokale, Urkunden und Fotografien erzählen von sportlichen Erfolgen und engagierter Nachwuchsarbeit. Selbst ein ehemaliges Dampfbad ist im hinteren Bereich des Gebäudes erhalten geblieben, ein weiteres Detail, das den Wandel der Nutzung über Jahrzehnte hinweg sichtbar macht.
Der Schwimmklub Sparta Konstanz feiert 2026 sein 75-jähriges Bestehen. Seit 1951 ist der Verein eng mit der Stadt, ihren Menschen und ihren Bädern verbunden – als Ort des Schwimmens, der Begegnung und der gesellschaftlichen Verantwortung. Anlässlich dieses Jubiläums lädt der Schwimmklub Sparta Konstanz zu einer sechsteiligen Gesprächs- und Vortragsreihe ein. Im Mittelpunkt stehen die Konstanzer Bäder, ihre Geschichte, ihre Architektur und ihre Bedeutung für das Leben in der Stadt. Zugleich richtet die Reihe den Blick nach vorne: auf Wasser als Ressource, auf Nachhaltigkeit, Technik und Innovation. Mit dieser Reihe möchte der Schwimmklub Sparta Konstanz nicht nur erinnern, sondern Impulse setzen – und einen Beitrag zum Erhalt der Konstanzer Bäderkultur als lebendigen Teil der Stadtgesellschaft leisten.
Terminübersicht:
04. Februar 2026 - Hinter den Kulissen des Rheinstrandbads
Frank Mienhardt (+ Bädergesellschaft)
15. April 2026 - Vier Jahrzehnte Konstanzer Bäderpolitik
Dr. Georg Geiger
06. Mai 2026 - Wassersport & Naturschutz
Lisa Maier (NABU-Bodenseezentrum) – Exkursion
10. Juni 2026 - Wasser & Nachhaltigkeit
Clemens Fleischmann (Ottilienquelle Randegg) – Exkursion
09. September 2026 - Bäderkultur im Wandel
Prof. Dr. Jürgen Klöckler
07. Oktober 2026 - Die Konstanzer Bäder von morgen
Julian Meser
Die Termine werden jeweils im Südkurier und auf unseren Social-Media-Kanälen angekündigt. Weitere Infos gibt es hier!
Als Verein möchten wir unseren Mitgliedern und insbesondere den Kindern und Jugendlichen nicht nur sportliche Angebote machen, sondern einen Ort schaffen, an dem sie sich sicher, respektiert und gut aufgehoben fühlen. Dieser Anspruch endet nicht am Beckenrand oder nach dem Training, sondern begleitet unsere gesamte Vereinsarbeit.
Aus diesem Grund nehmen wir seit Anfang 2025 bis voraussichtlich Frühjahr 2026 an der Veranstaltungsreihe „Schutzschild im und für den Sport“ teil. Gerade für Eltern ist oft vor allem sichtbar, was im Training selbst passiert. Weniger bekannt ist, dass wir uns darüber hinaus intensiv mit Themen wie Kinder- und Jugendschutz, Prävention sexualisierter Gewalt, klaren Verhaltensregeln, Partizipation und einer wertschätzenden Vereinskultur beschäftigen.
Die Veranstaltungsreihe wird vom Badischen Sportbund Freiburg (BSB) gemeinsam mit dem SC Freiburg, der Fachstelle Wendepunkt e. V. und der Kindernothilfe e. V. durchgeführt. Ziel ist es, Sportvereine dabei zu unterstützen, ein individuelles Schutzkonzept weiterzuentwickeln und dieses nachhaltig im Vereinsalltag zu verankern.
In mehreren aufeinander aufbauenden Bausteinen setzen wir uns mit unserer Haltung, unseren Strukturen und unserem täglichen Handeln auseinander. Dabei geht es nicht nur um die Verantwortung von Trainer und Trainerinnen, sowie Betreuern und Betreuerinnen und Vorstand, sondern ausdrücklich auch um die Einbindung von Kindern und Jugendlichen. Diese waren und sind bereits Teil einzelner Veranstaltungen und bringen ihre Perspektiven, Wünsche und Bedürfnisse aktiv ein. Denn ein wirksamer Schutz gelingt nur dann, wenn junge Menschen gehört werden und wissen, dass ihre Stimme zählt.
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